Achterknoten vs Doppelte Bulinknoten

ACHTERKNOTEN VS BULINKNOTEN
Die perfekte Bindung
Unsere Einbindeknoten

Wir kommen zu einem sehr zentralen Element, unseren Einbindeknoten. Bei uns sind zwei Knoten Standard, die Ihr beide kennen und können solltet: der Achter und der doppelte Bulin.

Gemeinsam habe sie, dass sie beide:
- gleich sicher sind
- gleich gut zu lernen sind
- Standard-Einbindeknoten sind

Gleich gut zu lernen? Ja, tatsächlich wird zwar der Achter aufgrund des eindeutigeren Knotenbildes eher im Anfängerbereich gelehrt, wirklich einfacher ist er aber nicht. Bis der Achter mal blitzsauber und parallel liegt, muss man nämlich ganz schön üben! Und mit einem kleinen Trick ist der Bulin echt nicht schwer.

Vorteile und Eigung:
Der Bulin lässt sich NACH jeder Belastung wieder leicht lösen, das ist ein Riesenvorteil, wenn du aktiv kletterst (und vielleicht mehr als 50 kg wiegst). Er lässt sich aber auch nicht so schön festziehen, was eben bei neuen, dünnen Seilen und z.B. einer längeren Mehrseillängentour zu einem Lockern kommen kann.

Deswegen eignet sich der Achter vor allem für den Einstieg, das alpine Klettern und den Wettkampf (dort ist er nämlich der einzige weltweit anerkannte Knoten). Und der Bulin logischerweise für das aktive und leistungsorientierte Klettern und etwas schwerere Kletterer.

Übrigens macht es neben dem Spass beim Üben total Sinn beide zu können. Spätestens, wenn du bei jemand anderen kontrollieren willst! Gutes Stichwort, Selbstkontrolle und Partnercheck!

IMMER: PARTNERCHECK!!! NIE: BEIM KNOTEN MACHEN STÖREN LASSEN!!!

Viel Spass beim Üben. Die passenden Challenges, um deine Skills zu testen, findest du hier!

3 kleine Knoten Herausforderungen

Als Ergänzung zu den Einbindeknoten möchte ich euch gern diese drei kleinen Herausforderungen vorstellen, mit denen Ihr gut testen könnt, wie fit ihr mit den Knoten seid. Sie dürfen Spass machen, allerdings machen sie auch tatsächlich Sinn.

Warum? Weil das tatsächliche Kletterumfeld alles andere als perfekt ist und sehr viele Ablenkungen bereit hält: Stress, Lärm, Leute, Angst, Nervosität vor dem nächsten Go,... Dann hilft eben ein hoher Grad an Automatisierung um sich gegen diese Störungen abschirmen zu können.

Aus methodischer Sicht gibt es zwei wichtige Dinge zu beachten: du musst die Knoten vor diesen Spielereien natürlich korrekt und intensiv üben, erst dann machen sie Sinn.  Und: mach die Spielformen nicht während dem eigentlichen Klettern sondern bei Übungseinheiten. Beim Klettern selber verdienen so entscheidende Bausteine wie die Einbindeknoten volle Aufmerksamkeit und Ernsthaftigkeit. Vor dem Klettern in jedem Fall den Partnercheck nicht vergessen! Viel Spass!

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